Mazedonien & Kosovo per Motorrad 2016

Albanische Geschichten (Stand: 2017/02/28)

XXX - Durch die Türkei

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Türkei 2015 - Motorrad vor Minarett einer Moschee
Türkei 2015 - Motorrad vor Moschee

Mit dem Motorrad durch die Türkei. Doch die­ses Mal nicht - wie schon mehrfach - ein­fach nur schnell hindurch, um das dahinter lie­gen­de Ziel-Land zu erreichen. Dieses Mal - auch, wenn sich eigentlich nichts ändert - soll es ex­pli­zit Türkei mit dem Motorrad sein. Tür­kei als Ziel. Nicht nur als Durchfahrts-Hür­de.

Und siehe da: Die Kollegen, die sonst immer drauf geschmipft haben, auf keinen Fall wie­der durch die Türkei wollten, sind plötzlich be­­­gei­stert.

Wir erleben ein regelrechtes Märchen von Freund­lich­keit. Werden überall an­ge­spro­chen. Herzlich eingeladen.

Erfahren wieder ein wahres Potpourri un­ter­schied­licher, toller Landschaften. Berge. Wei­te Ebe­nen. Straßen durch den Fels. Saftig grüne Hochebenen. Auch hier fast nix Neues - aber die Kollegen staunen.

Die Türkei - ein grandioses, großes Land - mit jeder Menge Licht ... als auch Schatten. Türkei per Motorrad - ein großartiger Spaß.

XXX - Route im Überblick

Motorrad Mazedonien & Kosovo 2016

Tagesetappen Türkei
- Tag 7, 27.08.2015, 283km (Türkei)
- Tag 8, 28.08.2015, 451km (Türkei)
- Tag 9, 29.08.2015, 366km (Türkei)
- Tag 10, 30.08.2015, 383km (Türkei)
- Tag 11, 31.08.2015, 366km (Türkei)
- Tag 12, 01.09.2015, 238km (Türkei)
- Tag 13, 02.09.2015, 370km (Georgien)

Schnitt: 351km/Tag
Motorrad Türkei 2015 - Übersichtskarte
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XXX - Gewitter-Ping-Pong

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Das Rif-Gebirge, Chefchaouen und

Marokko Motorrad - Medina Fes - unterwegs im Souk
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Souks, tausende Farbtupfer auf eng­stem Raum, beeindrucken.

Weiterführende Infos:
- Chefchaouen
- Fes
- Rif-Gebirge
- Medina
- Souk/Suq

Ohridsee

Perle im Wolkenbruch

Oh Ohridsee, Du meine Perle... da sind wir wieder! Und Du Lump, Du schmuckes Luder siehst wie­der genauso verführerisch aus, heuer sogar noch leckerer durch einen Zuckerguß aus harten Kon­trasten, umrahmt von einem dramatischen, ge­witter-schwan­ge­ren Abend­himmel. Einfach nur zum Niederknien...

Eine günstige Bleibe in Form einer gan­zen Woh­nung für klei­nes 2-stelliges Geld wird uns wie­der von einer fin­di­gen Ein­hei­mi­schen auf­ge­schwatzt.

Zur Ankunft ein Schlöckchen bulgarischen Rakijas aus Eigen­pro­duk­tion. Fehlen nur noch ein küh­les Blon­des & ein ge­die­ge­nes Abend­mahl zum voll­kom­me­nen Glück.

Nach dem überdachten Dinieren im "Royal View" mit seichter Lounge-Musik und Frischluftblick auf den See geht's nochmal auf einen schnellen Rund­gang die Pro­me­na­de hin­unter direkt an des Was­sers Kante ent­lang.

Blitze zucken. Aufkommender Wind läßt ahnen, daß es bald den Hin­tern voll­gibt. Und siehe da - wir sind kaum wieder unterm Dach des "Royal View", da brechen Sturm und Wol­ken­bruch ge­mein­sam los. Menschen rennen. Die Kellner schlie­ßen eiligst die offenen Glas­fas­sa­den gen See. Regen drischt auf das Dach.
Ohridsee mit Gewitterhintergrund
Ohridsee vor Gewitterhintergrund

Und wir sitzen zufrieden und weiden uns an küh­lem "Ka­me­nit­za" und "Pilsner Urquell". Das Leben kann so schön sein...

Weiterführende Infos:
- Ohridsee (Mazedonien)
- Hotel/Restaurant Royal View, Ohrid
- Rakija (Obstbrand)
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XXX - Wechselgeld

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Schokobanane Das Rif-Gebirge, Chefchaouen und

Marokko Motorrad - Medina Fes - unterwegs im Souk
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Souks, tausende Farbtupfer auf eng­stem Raum, beeindrucken.

Weiterführende Infos:
- Chefchaouen
- Fes
- Rif-Gebirge
- Medina
- Souk/Suq

XXX - Kaffee in Gesellschaft

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Das Rif-Gebirge, Chefchaouen und

Marokko Motorrad - Medina Fes - unterwegs im Souk
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Souks, tausende Farbtupfer auf eng­stem Raum, beeindrucken.

Weiterführende Infos:
- Chefchaouen
- Fes
- Rif-Gebirge
- Medina
- Souk/Suq

Gleicher als gleich

2016: 177 = 25

Da steh ich nun, ich Tropf - mit dem Wissen, glücklicherweise in der "richtigen" Ecke dieser Welt geboren zu sein. Und mir gegenüber ein gepflegt und adrett auf­tre­ten­der, hoch­in­tel­li­gen­ter, re­flek­tier­ter jun­ger Mann - der in der "fal­schen" Ecke (gleich nebenan!) zur Welt kam.

Wir sind uns grundsätzlich sehr ähnlich. Wir könn­ten (kraft unserer Fähig­kei­ten). Wir wollen. Aber durch den Ort unserer Geburt trennt uns in unseren Mög­lich­kei­ten mehr als nur der reißende Fluß die besagten Kö­nigs­kin­der.

Real - physisch, geistig - sind wir gleich. Politisch, bürokratisch - aus der oberflächlichen Distanz, der Perspektive jener gleichen, welche sich im Kon­glo­me­rat der Macht­aus­üben­den be­we­gen - sind wir uns so ähnlich wie Sonne und Mond.

Laut Henley & Partners Visa Restrictions Index 2016 darf ein Mensch deut­scher Staats­bür­ger­schaft im Jahr 2016 weltweit 177 Län­der vi­sa­frei be­rei­sen. Ein Afghane dem­ge­gen­über le­dig­lich 25.

Diese Einstufungen, basierend auf Kriterien wie bspw. wirt­schaft­licher oder po­li­ti­scher Sta­bi­li­tät einer Volks­wirt­schaft mögen betrachtet auf die pau­scha­li­sier­te, brei­te Masse rein sach­lich, mathe­ma­tisch durchaus ein hohes Maß an Re­le­vanz auf­weisen.

Für den hochgebildeten, intelli­gen­ten, re­flek­tier­ten Af­gha­nen, der sich den Ort seiner Geburt nicht aus­su­chen konnte, stellen sie aus rein mensch­li­cher Sicht mit hoher Wahr­schein­lich­keit ein Drama dar.

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Am 25.02.2017 sendet Deutschlandradio Kultur einen kurzen Beitrag. Moderator Florian Felix spricht mit dem Osnabrücker Migrationsforscher Jochen Oltmer.
Felix: "Seßhaftigkeit ist gar nicht die Regel, son­dern eher die Aus­nahme. Die Menschen waren immer in großer Zahl unterwegs."

Oltmer: "Sie waren immer in großer Zahl un­ter­wegs. Migration ist tatsächlich ein Nor­mal­fall mensch­li­cher Existenz. Und zwar nicht nur [...] in der Ge­gen­wart, sondern es war schon immer ein Normalfall. Und es war überall ein Normalfall."

Was würden wir tun, wenn sich die äußeren Ge­ge­ben­hei­ten ba­sie­rend auf großen Um­brü­chen wie bspw. Globalisierung, Au­to­ma­ti­sie­rung, künst­liche Intel­li­genz, Klima­ver­än­de­rung und Co. ganz unerwartet dramatisch ver­schlech­tern wür­den, in einem Maße, welches das Leben am bisherigen Ort schwierig oder schwer er­trag­bar macht? Würden wir uns bewegen? Den Standort wechseln?

Und was, wenn man uns nicht ließe?

...und Kollege Gaußen spricht - 177 gleich 25 - da stimmt was nicht...

Weiterführende Infos:


Buch-Empfehlung:

XX - Illegaler Grenzübertritt

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Spät geworden ist es. Zu spät für die kleine, weiße Straße ab Tetowo dort links hoch in den Kosovo, da in der Reise-Know-How-Landkarte bei der mein Hirn "Spaß" schreit, von der mir einheimische Albaner sagten, sie würde nach Prizren führen und wäre nicht ganz ohne. Jenes Sträßchen, das weder OSM- noch Google-Maps kennen. Jene kleine Straße bzgl. derer der Tankwart meinte "Adre­na­lin" und "illegaler Grenzübertritt" und "evtl. Ärger an der nächsten Grenze".

Da ich übermorgen Abend daheim sein muß, fällt die Evaluierung der letztgenannten Variante leider aus - Kosovo durch, an Grenze zurückgeschickt werden, wieder runter und illegal raus und dann alles retour - dafür wird's zu knapp mit dem Zeitplan und Verzug, jetzt kurz vor der Dun­kel­heit. Aber mal schnell hochbügeln und illegal den Fuß rüberstellen - dafür wird's doch wohl noch reichen...

Zweiter Kreisverkehr sagte der Kollege Tankwart. Die OSM-Karten kennen die Straße nicht. Also: Zweiter Kreisverkehr.

Mit Schmackes geht es steil hinauf in die Berge. Viel ist nicht mehr übrig vom Tageslicht. Höher und höher schraubt sich die Paßstraße. Und zack bist Du drin in den Wolken. Umfangen vom Nebel. Kühle, feuchte Luft. Und - oha - da wird's wieder hell. Gleich sind wir oberhalb der Wolken. Aber was sind das dort für dunkle Schemen?

Nuja. Der Profi wäre drüben gewesen. Der Amateur hat auf den Tankwart gehört (merke: Einheimische haben selten Recht), ist die falsche Straße hochgefahren und steht jetzt direkt vor einer Gruppe mazedonischer Grenzpolizisten, die erstmal grimmig kucken und wild gestikulieren. Was liegt da näher als ein freundlich-lächelndes, verbal-familienfeier-geschwängertes "Tach! Ich wollt mal hier durch. Bin ich hier richtig gen Ko­so­vo?" mit einem Hauch "Jungs, laßt uns feiern! Hoch die Tassen!" herauszuschmettern??

Und siehe da: Der grimmige Ausdruck macht einem belehrenden Ton Platz, der alsbald in einen freundlichen englischen Plausch umschwenkt. Es werden Zigaretten und Kaugummi angeboten, die Friedenspfeiffe zieht Kreise und intime Details werden offen gelegt. Für einen gemeinsamen Be­such des Ba­de­hauses ist es zu kalt. Aber immerhin...

Und die Jungens lassen auch nicht unerwähnt, daß ich an sie denken soll, wenn daheim jemand nen guten Mann sucht. Auch hier bekomme ich bereits bekannte Infos bzgl. Gleichheit der Welt. Diesmal aus dem Munde offizieller Ordnungshüter am Ende der Welt.
Marokko Motorrad - Medina Fes - unterwegs im Souk
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Weiterführende Infos:
- Chefchaouen
- Fes
- Rif-Gebirge
- Medina
- Souk/Suq

XX - Extreme Speedbump-Locking

Deine Achse...

Allenthalben hört man es raunen. Den südlichen Gefilden wird gelegentlich ein Mehr an Machismo nachgesagt als den nördlichen. Und speziell die Vertreter des männlichen Geschlechts würden dem verstärkt anheim fallen.

Nun sitzt man so im Sattel einer ollen 750er, schunkelt durch's abgedunkelte nördliche Mazedonien, will noch etwas Strecke machen und muß die Zeit totschlagen.

Was läge da näher als über eine minimalst-empirische Studie der Frage nach dem Machismo auf den Grund zu gehen?

Geeignete Probanden sind schnell ausgemacht und da die Zeit bis zum Grenzübergang irgendwie sinnvoll überbrückt werden muß, lasset uns die Spiele beginnen...

Wir suchen uns also ein möglichst teuer aussehendes Fahrzeug, möglichst protzig, möglichst kräftig. Allein fahrend oder am Ende einer Schlange. Die vielen, in gehörigem Abstand der Regulierung der Geschwindigkeit dienenden Speedbumps - erhöhte Asphaltwellen zum Bremsen des Verkehrs - kommen da gerade recht zum Zusammentreiben der Schäfchen an der Startlinie.

Derweil sich Kollege Fünf-Liter-Gold-Panzer oder auch Audi A4 2.7 und Co hinter den Schwellen stauen, ist eine Mopete vom Typ ernstgemeinte Reiseenduro doch vergleichsweise zügig über's Hindernis gehoppelt.

Den Moment so halbwegs abgepaßt und siehe da: Vorbeigeknistert, just, als der dicke Bolide über die Schwelle holpert, auf's knappe Kurzzeitgedächtnis des Probanden gesetzt und zack! Da isser schon! Die Reifen quietschen! Feuer frei!

Nu is ja bekanntlich so eine olle 750er - trotz nur 60 PS - auch nicht von ganz schlechten Eltern. Und derweil Proband Nummer 1 versucht, auf Biegen und Brechen den Abstand zu verringern; ja, möglichst die Schmach durch glorreiches Vorbeiziehen zügigst aus der Welt zu schaffen, hocke ich entspannt auf dem Bock, denke lächelnd an meine 230mm Federweg, das ausgezeichnete Fahrwerk und die herrliche Nacht derweil von hinten - trotz Helm und Fahrtwind - ein jämmerliches Quietschen die Nacht erfüllt.

Nach drei erfolgreichen von drei Versuchen bin ich mir sicher, das Ergebnis hochrechnen zu dürfen und derweil ich ein letztes Mal lächelnd über eine Schwelle schmettere - dicht gefolgt von besagtem Audi - frage ich mich, ob so ein Auto wohl fliegen kann und was so eine Vorderachse wohl kosten wird?

XXX - Kosovo by night

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Das Rif-Gebirge, Chefchaouen und

Marokko Motorrad - Medina Fes - unterwegs im Souk
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Souks, tausende Farbtupfer auf eng­stem Raum, beeindrucken.

Weiterführende Infos:
- Chefchaouen
- Fes
- Rif-Gebirge
- Medina
- Souk/Suq

XXX - Fröhlich winkend

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Das Rif-Gebirge, Chefchaouen und

Marokko Motorrad - Medina Fes - unterwegs im Souk
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Souks, tausende Farbtupfer auf eng­stem Raum, beeindrucken.

Weiterführende Infos:
- Chefchaouen
- Fes
- Rif-Gebirge
- Medina
- Souk/Suq
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