Fjordrally 2017

Auf leichten Enduros vollgas durch Winter-Norwegen

Fjordrally 2017 - Mit Vollgas durch den Winterschnee

Vollgas in Weiß versus Liebevolles Tragen auf Schwarz

Motorrad im Schnee im Jostedal / Norwegen
Heiho! Fjordrally 2017! Eine Motorrad-Reise der krassen Gegensätze!

Auf der einen Seite mit leichten, schnellen Mo­tor­rä­dern im Flug über Schnee und Eis, durch wun­der­vol­le weiße Berg­land­schaf­ten, tief-ver­schneite Täler.

Auf der anderen Seite Früh­ling Ende Ja­nu­ar. Ver­zwei­fel­tes Rol­len mit Spikes über hun­der­te Ki­lo­me­ter auf schwar­zem Asphalt. Ein komplett Schnee- und Eis-freies Jostedal Anfang Fe­bru­ar. Ein Drama für Spike­fah­rer vor dem Herrn.

Nichtsdestotrotz ein Heidenspaß auf zwei Rädern. Mit guten, durch­ge­knall­ten Kum­pels durch eine weiße Win­ter-Wun­der­welt. Mit Schmackes in den Tief­schnee. Hoch die Tassen! Kinder, geht spielen!

Norwegen, Winter, Motorrad & Spikes. Oder Kurz: HURRA! Es geht wieder los! Auf zu einem neuen Winter-Abenteuer auf zwei Rä­dern.

Start mit Schwierigkeiten

Von durchgemachten Nächten, DR385 und TT350

Der Abend vor der Abfahrt. Gleich kommt der Kleene und dann jibbet Fleisch und Bier. Pieppieppiep. Die Nachricht besagt: Glaube, Essengehen und Bierchen wird nix mehr heute Abend. Bezweifle, daß ich's heut noch in den Harz schaff. Wann wollten wir morgen früh abfahren? Um 7? An meiner Bude geht grad nichts mehr...

Aber beginnen wir von vorn:

Bei der letztjährigen Fjordrally lief die DR mit überholtem und gepimpten Fahrwerk (Fahr­WerkB). Ein Träumchen in grün. Lediglich lei­stungs­tech­nisch war sie DRZ-400 & XR650 na­tür­lich haushoch unterlegen.

Also Motor überholt. 385er Kolben. Die Kleene lief wie die Hölle. Und dann wurde sie mir geklaut. Keine 500km auf der Uhr. Neues Fahrwerk. Neuer Motor. Komplette Winterausrüstung. Hasta luego, Bella...

Nu isses kurz vor knapp. Demnächst soll's wieder losgehen. Viele Mopeten sind bekuckt. Viele alte Enduros sind abgewählt. Es ist wieder eine - die billigste - DR350 geworden. Und die möchte wieder komplett aufgebaut werden.

Fahrwerk überholen. Motor überholen. Neuen Kabelbaum ziehen. Zusatzverkabelung einziehen. Großen Tank drauf. Lampen dran. TÜV-Fähigkeit wiederherstellen. Etc. Kurz vor sehr knapp ist es geschafft. Die DR wird zwei Tage vor Abfahrt fertig.
Nicht so zackig läuft's bei Toms TT350. Aus der Ferne hört es sich regelmäßig nach Drama an. Saft reicht nicht - XT-Lima eingebaut. Elektrikprobleme. Spikes schleifen an Schwinge. Felge gebrochen.

Bei mir wird Sohnemann krank. Am Tag vor der Abfahrt sitzen wir in einem überfüllten Kinderarztwartezimmer. Alles hustet. Alles niest. Die Bazillen machen eine Sause. Genau das Richtige, um morgen gen kalten Norden loszustechen.

Um 19:00 Uhr hat sich Tom angesagt. Um 20:00 Uhr die Nachricht, daß er jetzt erst aus der Firma kommt. Irgendwann gen Mitternacht die Nachricht, daß ihm jetzt die komplette Elektrik ausgefallen ist als er aufladen will. Um 2:00 Uhr steht das Motorrad auf dem Anhänger. Er will jetzt packen. Ich bin damit gerade fertiggeworden. "Alder! Um 7 is Abfahrt." (er muß vorher noch 250km bis zu mir hinter sich bringen).

Punkt 7:45 Uhr rollen ein oller Panzer, ein Anhänger samt Mopete und ein Häufchen Elend vor's Haus.

Beiden Helden steht "Urlaub" tief ins Gesicht gemeißelt. Termine sind längst Schall und Rauch. Irgendwann geht's los gen Nord-Dänemark. Alles scheiß-egal solang die Bude rollt...

Impressionen

Schnappschüsse & Bilder

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Zoll-Kreativität

Mein Name ist Hase

Auf viele Erfahrungen beim Über­schrei­ten von Gren­zen kön­nen wir zu­rück­blicken. Viele Anek­döt­chen - z.B. Suche nach Klein­kin­dern in Mo­tor­rad­kisten - sind dabei entstanden.

Und so soll es denn auch heute nicht ohne Ab­ge­hen...

Wir - Klein-Tutnix und Groß-Kan­nix mit den pocken­nar­bi­gen Kri­mi­nel­len­vi­sa­gen - rumpeln in einem nicht weiter auf­fäl­li­gen, weißen Trans­por­ter gen Nor­den durch Europa.

Was auf jedem stinknormalen Park­platz eher zum Vor- denn zum Nach­teil ge­reicht, weckt na­tür­lich bei jedem Grenz­über­tritt Be­gehr­lich­kei­ten. Könnte man doch in einem klei­nen Trans­por­ter ganze Hoch­­schul-Stu­den­ten­schaf­ten durch die Lande kut­schie­ren.

An der deutsch-dänischen Grenze heißt's folg­lich erst­mal rechts raus. Warum man nach Blick in Klein-Tutnix' Vi­sa­ge sich mit Kontrolle der Aus­wei­se zu­frie­den­gibt und den ge­schlos­se­nen Kasten gar nicht sehen will - es bleibt mir ein Rätsel.

Also auf zu Grenze zwei: Dänemark - Norwegen im Fährhafen Langesund.
Wie es uns Schwerverbrechern gebührt, wer­den wir mit griffigem Pokerface aus dem Fluß der die Fähre ver­las­sen­den Fahr­zeu­ge gefischt und in eine ver­schlos­se­ne Hal­le geleitet. Die Tore schließen sich hinter uns. Ob die jetzt etwa mit un­se­ren Dro­gen eine Party feiern wollen?!?

Angriff ist die beste Ver­tei­di­gung und so baue ich spon­tan Freund­schaft auf, schwa­dro­nie­re über Ge­schich­ten ver­gan­ge­ner Jahre, zähle ne­ben­bei mei­ne mit­ge­führ­ten Al­ko­ho­li­ka auf und ver­schwei­ge, daß der Rum 80 statt der maximal er­laub­ten 60% Alkohol enthält. (Kann ja nich so tragisch sein, schmeckt eh scheiße und kommt nächstes Mal trotz maximalem Alkohol-Volumen-Verhältnis nicht mehr mit.)

Derweil ich also einen auf of­fe­nen Kum­pel mache, ent­schließt sich mein klei­ner, ge­fie­der­ter Freund zur ge­gen­tei­li­gen Tak­tik. Der, der in jed­we­der Hin­sicht das Dop­pel­te der er­laub­ten Men­ge in teils un­er­laub­ten Dosen dabei hat, geht auf nada, niente, nitschewo.

Auf die Frage, ob er Alkohol dabei habe, ant­wor­tet er eis­kalt mit "Nein". Derweil er mit der Zöll­ne­rin vor der ge­öff­ne­ten Sei­ten­tür mit einer Kiste Flens­burger-Pils steht...

Dachschaden

900.000km per Cabrio ohne Verdeck

Du kommst in dunkelster Dusternis bei leichtem Schneefall nichtsahnend per Mopete von einem tiefverschneiten Paß ins Tal. Rollst an die Tank­stelle im ver­meint­lich sicheren Be­wußt­sein einer von ledig­lich zwei Frisch­luft-Freun­den unter des Tank­war­tes Dach zu sein. Und was steht vor Dir? Genau! Ein Cabrio mit offenem Verdeck und laufendem Motor. Was sonst?!

Kollesch M3 taucht kurze Zeit später mit Schal und einem kreisrunden Lachen vor des Tankwarts warmem Tipi auf, schwenkt die Arme voller Freude und meint "und ich dachte, ich bin der einzig Bekloppte hier" (keine Ahnung, was/wen er meint).
Er erzählt in buntesten Tönen von seiner ganz besonderen Frischluft-Begeisterung. Er fährt aus­schließ­lich Cabrio. Die letzten 900.000km schon. Elch-Unfall mit Kopf-Ein­ziehen. Nord­kapp. Mütze aufsetzen im Schneetreiben. Und so weiter.

Tom, falls wieder mal einer fragt: WIR sind ganz normal... ;)
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Inkontinenzia

oder Rum & Bier das gönn ich mir

Nur ein einziges, stabiles, wasser- und staub­dich­tes, klei­nes Ge­päck­stück. Das hat was. Der Luxus der Leich­tig­keit. Die Groß­ar­tig­keit des Nicht­vor­han­den­seins. Und speziell die Was­ser­dich­tig­keit kann man gar nicht hoch genug wertschätzen...

So bspw. am Ende des ersten Tages als die ge­samte Rolle nach Öffnung ziem­lich aro­ma­tisch des Rummes laues Lüftchen gen Hütten­decke trans­pi­rie­ren läßt. Un­glaub­lich, was nur ein paar wenige Tropfen Stroh80 für Aus­wir­kun­gen haben können.

Tag zwei spielt da schon etwas gewitzter auf. Eine der Bier­büch­sen hat das stetige Gib-ihm des Tages nicht schad­los über­stan­den und sich über­schwäng­lich & voll­stän­dig in der Rolle tiefste Innereien übergeben.

Plötzlich versteh ich die Vorteile einer Rolle mit brei­ter Öffnung. Die Vorteile eines roten In­nen­le­bens. Die Vorteile eines was­ser­festen, ab­wisch­baren Materials.
Geplatzte Bierdose in Motorradrolle
Geplatzte Bierdose in Motorradrolle

Das Bier allerdings - ausgewrungen z.B. aus dem Seideninlett - ist geschmacklich leider nicht mehr zu retten...
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Hasch mich

4x Graben und 19x Blaulicht

Heut ist Spielen auf dem Gol-Fjell angesagt. Die Kinder dürfen raus und ihrem Übermut freien Lauf lassen.

Es wird ein gar lustiger Tag. Zum Warmwerden versenkt Proband 1 erstmal Mopete samt Fahrer im Graben.

Und da es so schön ist - es kommen später Passagen wo man aufgrund White-out wirklich Weg und Umgebung nicht mehr unterscheiden kann - wiederholt er das Spielchen noch 3 weitere Male.

Soeben reißt der Himmel auf. Vor unseren verzückten Augen breitet sich ein großer See aus. Darauf kilometerweite Drift-Teststrecken. Ich erinnere mich, daß wir letztes Jahr hier nicht fahren durften. Tom meint, da wär damals gerade die Polizei am trainieren gewesen.

Jetzt aber sind alle vorhandenen Fahrzeuge kilometerweit entfernt nordwestlich von uns. Die südöstliche Bahn ist frei. Kurzer Blick. Ver­ständ­nis. Hahn auf und zwei wild­ge­wor­de­ne Besen dreschen Voll­gas einmal über den Eis-Parcour.

Nach einer Runde - wir wollen es nicht über­trei­ben - geht's mit Schmackes wieder die Rampe hoch vom See zur Straße.
Schöne Grüße aus dem Graben
Schöne Grüße aus dem Graben

Wir halten gerade an mit einem breiten Grinsen im Gesicht, da rückt von links die gesamte Ka­val­le­rie an und passiert uns mit großen Augen. In Summe 19 Polizeiwagen be­ge­ben sich auf die Trai­nings­strecke, die wir ihnen eben freund­li­cher­wei­se schonmal warm­­ge­fah­ren haben.

Dann mal Guppy und nix wie weg vom Hort der Freude...

Asphalt

Drama & wie man trotzdem das Beste draus macht

Ab letzter Zwischenstation bis zum Aus­tra­gungs­ort der Fjord­rally in Gjerde im Jostedal werden üb­licher­wei­se gern zwei ver­schie­dene Strecken ein­ge­schla­gen: Eine schnelle, simple über Land­straßen via Hemsedal mit hoher Asphalt-Wahr­schein­lich­keit und eine wesentlich längere über kleinste Sträß­chen und Feld­wege via Fagernes mit guter Hoffnung auf maximalen weißen Un­ter­grund.

Im Februar 2017 läuft alles anders als erwartet. Der Frühling hat hallo gesagt. Bereits auf dem Hinweg gen Gjerde ist der Asphalt-Anteil gewaltig. Wir rollen spikeschonend mit 50km/h dahin. Das Jostedal - sonst Garant, kurz vor'm Ziel die Kühe nochmal so richtig fliegen lassen zu können - ist komplett schwarz. Trockener Asphalt. Als einzige auf der langen Strecke kommen wir spät abends erst an als alle anderen längst auf direktestem Wege eingerollt sind.

Die Hinfahrt soll jedoch noch ein ab­so­lu­ter Spa­zier­gang gegen­über dem Rückweg gewesen sein. Zwi­schen­zeit­lich hat sich nämlich der Win­ter­dienst bemüßigt gefühlt, die sonst weißen Wege mal gänz­lich vom Belag frei­zu­fegen. 280km Asphalt. Ein 50km/h-Roll-Drama für Spikereifen.

Am Heimfahrt-Tag auf dem Weg zur Fähre haben wir auch einiges an Strecke zu schaffen. Auch hier bleiben wir dieses Jahr nicht vom schwarzen Asphalt verschont. Nichtsdestotrotz - ein Spiel­chen gibt es noch vor dem Abschied:
Wir rollen mit 50 km/h eine Land­straße ent­lang. Hinter uns stauen sich mehrere PKW, die trotz freier Bahn seit einigen Ki­lo­me­tern nicht über­holen.

Im GPS sehe ich einen See. Oha! Da gibt's außenrum einen Pa­ral­lel­weg zur Haupt­straße! Hoffnung auf weiß! Guppy!

Und siehe da: Der Untergrund ist griffig weiß. Blin­des Ver­ständ­nis. Hahn auf. Wie wilde Hunde soeben von der Leine ge­las­sen jagen wir um den See herum. Zack. Da ist die Straße wieder. Und da kommen auch schon unsere ge­fie­der­ten Kumpane von hinten angerollt - scheinbar lang­sa­mer trotz wesent­lich kür­ze­rer Strecke.

Wir werden das Spielchen noch 2x wie­der­ho­len bevor wir uns komplett ver­ab­schie­den. Diese nächsten zwei Male werden wir hupend und licht­hu­pend in Empfang genommen sobald die PKWs wieder auflaufen.

Ein kleines Highlightchen nur. Nichts­desto­trotz ein schönes.

Und als Sahnehäubchen geht es die letzten Ki­lo­me­ter nochmal über eine Paß­höhe bis zum war­ten­den Trans­por­ter. Die Bahn ist weiß. Die Strecke durch den Win­ter­wald per­fekt. Hahn auf! Und nochmal mit­ge­nom­men was da is... was für ein Ausklang nach den letzten Tagen!

Technik 2017

Reifen, Licht & Co

Bekleidung
Anzug DR: art-for-function A-4 Polar (top), TF: art-for-function A-4 Nordkap (scheinbar noch besser)
Stiefel Kamik Frontrange (wasserdicht wär besser)
Helm DR: Sol SM-1 mit Heizvisier - problemlos wie seit Jahren, TF: Sol SS-1 mit Heizvisier (Probleme mit Zugluft im Inneren)
Handschuh DR: dünne Som­mer­hand­schuh + Oxford Lenkerstulpen (Heizgriff waren teils notwendig), TF: Normale + Unterziehhandschuh + Wunderlich Lenkerstulpen (Probleme mit Zugluft, teils kalte Pfoten)

Beleuchtung
Die DR fährt mit LED-Rücklicht-/Bremslichtbirne (bei gleicher Leuchtkraft gemessen 0,63/2,38W statt 5,5/26W), LED-Kennzeichenbeleuchtung.
Der Hauptscheinwerfer kann auf Fernlicht a) deaktiviert oder b) durch eine 4XLed Moto3 OFF mit ca. 30W Leistungsaufnahme ergänzt werden (schaltbar auf Fern­licht, Zündplus, off). Die LED ermöglicht auch in Dunkelheit offroad problemlos 80-100km/h. Licht in der Distanz als auch Streu­ung in der Breite sind hervorragend. Al­ler­dings nimmt man direkt vor'm Fahrzeug im Schnee bei 80km/h teils nicht genug Kon­traste wahr (Spuren, Rillen, ... werden leicht übersehen). Nächstes Mal +Supermini MID für zu­sätz­li­che Aus­leuch­tung direkt vor'm Fahrzeug. H4-Fernlicht wird dann de­ak­tiviert. Moto3 OFF Resümee: Top!

Bereifung
DR 350: vorn Mefo MX-Master mit 1.500er Best-Grip-Schraub­spikes (ist bereits mehrere Jahre im Einsatz; äußerster Stollenreihe fehlen Spikes - 1x dadurch Sturz im Heldenmodus), hinten Mitas XT-454 (Standard - rot) mit 1.800er Best-Grip-Schraub­spikes. Verliert eine Stolle + fast alle Mittelstollen angerissen (extrem hoher Asphalt-Anteil - 500+km)
TT350: vorn und hinten Michelin AC-10 Komplettsatz von 24mx - Top in Preis & Leistung

Resümee: Beim diesjährig extrem hohen Asphalt-Anteil wären 1.500er Spikes auf dem Hinterrad materialschonender gewesen. Toms AC-10 schienen sich besser zu schlagen - aber -20kg Fahrzeug, -30kg Fahrer, +10kg Gepäck -> -40kg.

Klima
So schwarz waren die Straßen noch nie! Selbst das Jostedal war komplett schwarz. Ein Drama vor'm Herrn! Es war zum Heulen, dort mit 1.800er Spikes für Heldentaten aufzulaufen und dann nur mit defensiven 50-60km/h da­hin­zu­rol­len. 287km mit sonst im best case nur 40km schwarz waren dieses Mal tatsächlich nur 40km weiß. Zum Heulen.

Motor-Leistung
DR leicht gepimpt und TT haben hervorragend harmoniert.

Navigation
2x Garmin 60 CSX mit OSM-Karten (wie üblich top); zusätzlich Cappelen Karte Blatt 2: Mittel-Norwegen Süd 1:335.000 für den besseren Über­blick

Stromversorgung
DR: Heizvisier + GPS via 12V-Normdose im Cockpit, Oxford-Heizgriffe via Bordstrom, LED-Leuchte via Bordstrom (H4-Fernlicht on/off; LED Fernlicht/Zündplus/off)

Gepäck
DR: 32L Enduristan Tornado 2M Rolle (2/3 gefüllt, <10kg; kein schneller Zugriff mgl. - fehlt kleine, schnelle Tasche)
TT: AdventureSpec Magadan Taschen (zu voll)

Lichtvergleich

Wer hat den kleinsten? H4 vs. 4XLED Supermini MID vs. Moto3 OFF

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Packliste (Sportliste)

Handtuch, Schlüpper, Zahnpasta...

Am Mann
- Boxershort 1
- Strümpfe Paar 1
- Merinoshirt 1
- Fleecepullover
- Softshelljacke
- Schlauchschal
- art-for-function A-4 Anzug
- Kamik Frontrange Stiefel
- Held Sommer Handschuhe (teils nur in
  Kombination mit Heizgriffen erträglich)

In Jacke
- Canon G15 + Polfilter (1 Akku genügt)
- Stirnlampe
- Mütze
- Feuerzeug
- Messer

In einer 32L Enduristan Tornado 2M Rolle:

Hygiene
- 20g Seife in Oropax-Dose
- Minizahnpasta
- Zahnbürste
- Deo
- Rasierer

Kleidung/Textilien
- Boxershort 2
- Strümpfe Paar 2
- Merinoshirt 2
- leichte Funktionshose + Gürtel
- Funktionshandtuch klein
- Ultraleicht-Daunenjacke
- Faltrucksack "Osprey Ultralight Stuff Pack 18"
Medikamente
- Nasenspray
- 3x Aspirin Komplex

Navigation
- Garmin 60 CSX an Bordstrom
- Landkarte

Sonstiges
- Benzinkocher + 0,3L Flasche
- Streichhölzer + Benzinfeuerzeug
- 6x Chemoheizpads
- 6x Papier-Taschentücher
- 1L Glühwein (Pflicht bei Fjordrally)
- 0,7L Ikea-Flasche Stroh 80 (nächstes Mal
  besser z.B. Captain Morgan)

Werkzeug / Reparatur
- Knipex Zangenschlüssel 180
- 3x Inbus-Schlüssel
- Leatherman Multitool
- 2x Montierhebel
- Flickzeug
- 1x Ventil
- Kabelbinder
- Mini-Kettenspray
- Luftpumpe SKS Revo Alu
- 2x Spanngurt lang, 4x Spanngurt kurz
- etwas Panzertape

NICHT GENUTZT/NOTWENDIG
- lange Unterhose - Seiden-Inlet (nicht benutzt)
- 2. & 3. Akku für G15
- AA- & AAA-Energizer Lithium Ultra
- Actioncam
Liest sich wie viel - nimmt aber nur 2/3 der 32L Rolle ein. Gewicht der Rolle gewogen vor Abfahrt inkl. 1L Tetrapack Glühwein, 6x 0,5L Dosen Bier und 0,7L Rum in Ikea-Kunststoffflasche: 12kg. Fahrverhalten nach Konsum der Flüssigkeiten besser - in jedweder Hinsicht... ;)

XXX - Fjordrally 2017 - Fazit

Was hängen bleibt

Es war wieder eine grandiose Zeit mit den Mopeten im weißen Winter-Wunderland.

Wir haben einen Heidenspaß gehabt - auch, wenn die Zeit in Summe sehr knapp bemessen war.

Viel erlebt. Viel Gaudi gemacht. Einander hochleben lassen. Die Tassen geschwungen. Den Gasgriff ausgewrungen.

Motorrad im Schnee im Jostedal / Norwegen
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