Fjordrally 2016 - Norwegen, Winter, Motorrad & Spikes

Durch weiße Winter-Wunder-Welten per Gas auf digital-1

Fjordrally 2016 - Angasen auf weißen Pisten

Mit den verrückten Hunden spielen gehn

Motorrad im Schnee im Jostedal / Norwegen
Norwegen, Winter, Motorrad & Spikes - vier Worte, die mir im Bruchteil einer Sekunde ein verträumtes Lächeln ins Gesicht zeichnen, mich schwärmen und dem Munde der bes­seren Hälfte ein "oje" entweichen lassen.

Vier Worte, die Spaß bedeuten. Adrenalin. Wun­der­volle, weiße Winterwelten. Drifts und Aben­teu­er. Kühl wie ein Eisregen. Heiß wie ein rot­glühender Auspuffkrümmer. So spe­ziell - grandios anders eben.

Norwegen, Winter, Motorrad & Spikes. Oder Kurz: HURRA! Es geht wieder los! Auf zu einem neuen Winter-Abenteuer auf zwei Rä­dern.

Alte Bekannte treffen. Den scheidenden Pri­mär-Organisator der Fjordrally (Popi) hoch­le­ben lassen und verabschieden. Spaß mit den durchgeknallten Hunden haben.

Fjordrally 2016. Der Weg das Ziel. Ein wun­der­schö­nes noch dazu...

Startaufstellung der Probanden

DR350 vs DRZ400E vs XR650

Zum heutigen Wettstreit angetreten: Die hoch­mo­ti­vier­te Tieffliegerstaffel Schweiz be­ste­hend aus den Bundesgenossen P & C mit feurigem Leuchten in den Augen und Bruch­pi­lot Quak mit dem wilden Zucken der rech­ten Hand.

P & C führen eine Suzuki DRZ 400 (Sport­ver­sion, Tuning vermutet) und eine zu fett ein­ge­stellte Honda XR 650 ins Rennen. Ein fei­nes Lä­cheln - resultierend aus dem Wis­sen um überlegene Motorleistung - umspielt ihre Mundwinkel beim Seitenblick auf Quaks wu­se­lige, leicht zu handhabende Suzuki DR 350 mit wenig Umpff.

Staffel Schweiz setzt sogleich an, ihre über­legene Motorkraft in majestätische Drifts ober­halb nor­we­gi­scher Legalität resultierend aus purer Kraft umzusetzen. Quaks DR macht dicke Backen, bleibt ihnen jedoch dicht auf den Fersen.

Irgendwann entschwindet Team Schweiz - an­ge­stochen mal von der roten XR, mal von der gel­ben DRZ - hinterm Horizont. Man mun­kelt, Charly auf DRZ würde die he­raus­ge­fah­rene Zeit re­gel­mä­ßig in Nikotin-Konsum pur umsetzen.

Die DR macht mit ihren 350 Kubikchen ge­gen­über den motorisch größeren und mo­der­neren Kon­kur­renten ein wenig dicke Backen. Fährt sich etwas zappeliger auf den schnel­len, verspurten Pisten. Wird ab 80 aufwärts etwas zäh. Aber hält artig durch.

Die DRZ geht im Vergleich wie Schmidt's Kat­ze mit Schmackes aus dem Keller bis in den Dreh­­zahl­be­gren­zer. Zeigt sich etwas weniger zapplig. Liegt stabiler. Eine Sports­ka­no­ne in jeder Hin­sicht. Wie gemacht für die schnellen Pisten in Norwegen.

Fehlt lediglich Goliath. Die dicke 650er. Druck und schwänzelndes Hinterrad in jed­er Si­tu­ation.
Motorräder auf dem Weg gen Norwegen
Motorräder auf dem Weg gen Norwegen

Im Vergleich zur 350er bocksteifer Ge­ra­de­aus­lauf auch auf verspurten Teil­stücken. Mir subjektiv ein Mü zu scharf.

Für Power-Drifts sind die beiden Großen wie gemacht. Die DR etwas zu schwachbrüstig. Hier muß man schon tief drücken und hart pro­vo­zie­ren.

Bleibt der Appetit. Kraft kommt von Kraft­stoff. Nach ca. 120km Fahrt tankt die kleine DR in Geilo beim gemeinsamen Päusken 3,8L. Die DRZ 4,6L. Die definitiv zu fett eingestellte XR 6,8L - bei ihr beruhigt der bei allen verbaute große Tank ungemein.

Beim morgendlichen Kicken aller drei Mo­pe­ten gewinnt die kleine DR. Schnell 10x leer getreten mit offener Deko (könnt man sich evtl. auch sparen). Dann 1x regulär den Kicker run­ter­ge­wuch­tet und siehe da - das Herzken blubbert derweil die anderen noch schwitzend den umliegenden Schnee bei verzweifelten Kick-Versuchen schmelzen.

Impressionen

Schnappschüsse & Bilder

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Luft raus

Mopped will in den Süden

Nun gut. Winter ist nicht jedermanns Sache. Aber was sich meine Schiebe-Else (unser ge­mein­sa­mer Einstieg ging damals mit einigen Pro­blem­chen einher und hatte mit einem Ty­pen zu tun, der kilometerweit ein Motorrad am Straßenrand entlangschob...) - was also meine Schiebe-Else sich da leistet, ist schon hinterfragenswürdig.

Wir öffnen die Tür vom Transporter, wollen die DR als erstes rausschieben und was sehen wir? Einen Platten auf dem Vor­der­rad...

Zweifel kommen auf. Spike zu tief ge­schraubt? Ist der alte Schlauch doch fertig? Ventil kaputt? Kurz: Rad raus. Mantel ab. Schlauch wechseln. Und Rad rein.

Um den Mantel ins Bett zu bringen, vor­sichts­hal­ber doch zur Tanke. "Laut Navi Berg hoch und gleich um die Ecke". Ich also los in dün­ner Hose, dünner Jacke, ohne Kabel für's Heizvisier. Und was nicht kommt, ist die Tan­ke - um die Ecke.

Nach knapp 5km bin ich da. Es ist frisch mit den dünnen Klamotten. Also schwinne Luft­schlauch drauf, Druck - bei 2,3 bar macht's plopp.

Das hätte meine kleine Luftpumpe dann doch auch spielend geschafft. Ohne kalten Fahrtwind. Direkt am Bus...

Ende vom Lied? Alter Schlauch auf­ge­pumpt. Scha­den nicht feststellbar. Eine Woche spä­ter: Alle kleinen Luftmolekülchen noch da.
Schlauchwechsel vorm Ausladen - Quelle: P. Geissmann
Schlauchwechsel vorm Ausladen - Quelle: PG

Hauptsache, die Kollegen hatten jemanden, den sie hochleben lassen konnten. Nuja - zu­mindest hab ich keinen Diesel getankt... ;)

Gedächtnislücken

oder ein Rucksack beim Drift ums Hinterrad

Daß nicht nur wir die Mopeten in den Drift zwingen können, sondern auch Rucksäcke durch­aus Drift-Ambitionen hegen, zeigt sich auf einem kleinen Ausflug entlang der Rv55. Kurz oberhalb der Abzweigung gen Ovre Ardal am Hotel ist Schluß mit dem Pistenfetzen - Wintersperre, Tief­schnee, keine Chance.

Nach kurzem Stop, einem Cowboy-ähnlich ver­schnauf­tem Glimmstengel und Trauer, daß beide Straßen - sowohl gen Lom als auch Ovre Ardal des winters gesperrt sind - treten wir den Rückzug an.

Der Schnee ist frisch. Gute 10cm. Außer den uns­rigen nur eine Spur. Gas an. Auf geht's!

Kurz vor'm Scheitel einer Rechts-Links-Kur­ven­kombination zeichnet das Hirn das Bild eines driftenden Hinterrades. Die Gas­hand setzt den Befehl spontan um. Gas auf! Feuer frei! Und BAUTZZzzzz!

Oha! Hinterrad blockiert kurz. Peng. Kette gerissen?!? Nö, oder?? Voll in die Eisen. Das Hinterrad wird leicht. Stillstand. Absteigen.

Die Kette ist noch da. Aber was ist DAS?!? Stoffetzen zwischen Kette und Hinterrad? Zerrupfter Kettenschutz? 10m ober­halb des Motorrads die rote Ben­zin­flasche meines Pri­mus­kochers - lag die nicht im Rucksack? Und oben in der Kurve dunkle Flecken?
Rucksack im Hinterrad der DR350
Rucksack im Hinterrad der DR350

Beim Einsammeln des Werkzeugs, Entfernen des zerstörten Kettenschutzes und Rucksacks bleibt Zeit zum Schlußfolgern:

Angesteckt von unsrer lustvollen Heizerei wollte auch der Rucksack mal in den Drift gehen. Der Rucksack, den ich oben beim Päuschen vermutlich hinten am Träger hän­gend vergessen habe...

Ich frage mich nur, warum er sich soviel Zeit ließ, bis er den ersten Drift versucht hat. Hätt er doch viel eher haben können, der Kleene...
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Driftspielchen

Physik, Fahrdynamik & ein Motorrad mit Spikes im Winter in Norwegen

Ein möglichst leichtes Motorrad mit aus­rei­chend Leistung, griffige Stollenreifen und Spikes. Fertig ist das optimale Fahrzeug für schnelle nor­we­gische Schnee- & Eispisten als auch kleine Waldwege, etwas tiefere Schnee­pas­sa­gen, aus­rei­chend Sicherheitsreserve und eine Menge Spaß.

Das Fahren unter diesen winterlichen Vor­zei­chen ist nicht zu vergleichen mit den ge­wohn­ten Si­tu­ationen des weiter südlich gelegenen eu­ro­pä­ischen Motorradalltags.

Meist recht schnell fahrbahre Stücke mit 60-100+ km/h wechseln sich ab mit ver­spur­ten Passagen, rutschigen Serpentinen und kur­zen, wackeligen Asphaltsektionen.

Die Bremse kann weitestgehend da­heim­blei­ben. Lenken, Korrigieren & Bremsen erfolgt fast aus­schließlich durch Motorkraft. Das Hin­ter­rad bleibt fast immer unter Zug - üb­li­cher­weise mit viel Gas. Vor der ein oder anderen Kurve mit Mo­tor­bremse.

Kurven avancieren zu spaßigen, schnell ge­fah­re­nen Drifts. Verspurte, wackelige Pas­sa­gen sind meist mit viel Gas am besten zu meistern.

Das gefühlvolle Schieben über beide Räder?? Kein Problem - die Spikes greifen.
2 Motorräder im Drift auf norwegischer Winter-Piste
Drift-Spielchen auf norwegischer Piste

Lenken per Hinterrad? Gas auf! Feuer frei! Nur keine Hemmungen...

Schnee ist im Notfall ein recht verzeihender Un­ter­grund. Man fällt weich. Man rutscht. Im Notfall ist ein Abstieg unter Umständen zu­min­dest an­ge­neh­mer als auf Asphalt oder Schotter.

Und ein sehr leichtes Motorrad sorgt dafür, daß es gar nicht erst soweit kommt.

Norwegen, Winter, Motorrad & Spikes - die Kom­bi­na­tion garantiert Spaß und Freude pur.

Technik 2016

Reifen, Licht & Co

Bekleidung
Anzug art-for-function A-4 (Hose läßt nach 4 Wintern jetzt erstes Mal Feuchtigkeit im Schritt durch - top), Stiefel Kamik Frontrange (wasserdicht wär besser), Helm Sol SM-1 mit Heizvisier, Handschuh dünne Som­mer­hand­schuh + Lenkerstulpen & notfalls Heizgriff

Beleuchtung
Die Funzeln der Enduros verstärkt an der DR eine kaum auf­fal­len­de 4XLed Supermini MID LED-Leuchte mit ca. 15W Lei­stungs­auf­nah­me. Das sehr helle Licht (schaltbar auf Fern­licht, Zündplus, off) überstrahlt das Fern­licht der DR massiv. Bis 50km/h in Dun­kel­heit aus­reichend. Für mehr Ge­schwin­dig­keit fehlt eine kon­zen­trier­te Aus­leuch­tung in der Ferne.

Bereifung
DR 350: vorn Mefo MX-Master mit 1.500er Best-Grip-Schraub­spikes (ist bereits mehrere Jahre im Einsatz), hinten Mitas XT-454 Win­ter­fric­tion mit 1.800er Best-Grip-Schraub­spikes (Top-Reifen! evtl. würde Mischung rot statt weiß die hinteren Spikes durch mehr Sta­bi­li­tät auf Asphalt noch besser schützen).

DRZ 400: vorn und hinten Mitas XT vor­be­spiket - Top-Qualität zum entsprechenden "Top"-Preis

XR 650: vorn und hinten alte Trel­le­borgs vor­­bespiket + hunderte von zusätzlichen Kold­kuttern. Über alle Zweifel erhaben.

Alle Reifen sind nach der Tour noch für eine weitere Reise gut.
Klima
Es war wieder grenzwertig warm! Passend am letzten Tag setzte ein Tauwetterchen mit Regen ein, was selbst in Gol bis fast auf Höhe der Fjells die Pisten aufweichte oder gleich ganz in schwarzen Asphalt resultierte.

Motor-Leistung
Will man's in Gruppe so richtig krachen lassen, braucht's zumindest annähernd aus­rei­chend mo­to­ri­sierte Fahrzeuge. Die DR lag zu weit ab von DRZ und XR.

Navigation
2x Garmin 60 CSX mit OSM-Karten (wie üblich top); zusätzlich Cappelen Karte Blatt 2: Mittel-Norwegen Süd 1:335.000 für den besseren Über­blick

Mit den Enduros haben wir für Spaß & Schonung der Spikes immer "weiße" Wege und Pisten gesucht, schwarze Straßen ge­mie­den. Konkrete Planung ist in diesem Falle unerläßlich.

Stromversorgung
DR: Heizvisier via 12V-Normdose im Cockpit, Oxford-Heizgriffe via Bordstrom, LED-Leuchte via Bordstrom (ggf. könnte ich Fahrtlicht auf Standlicht runterschalten, da LED geschaltet auf Zündplus oder Fernlicht oder OFF; 35W HS1 Birne anstelle der 55/60W H4 habe ich verworfen; Rücklicht via LED), GPS 60 CSX via Energizer Lithium Ultimate AA (1. Satz hielt fast die gesamte Woche bei tägl. mehreren Stunden Einsatz, 2. Satz lediglich an­ge­bro­chen - TOP)
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Packliste

Handtuch, Schlüpper, Zahnpasta...

Am Mann
- Boxershort 1
- Strümpfe Paar 1
- Merinoshirt 1
- Fleecepullover
- Softshelljacke
- art-for-function A-4 Anzug
- Kamik Frontrange Stiefel
- Held Sommer Handschuhe

Verteilt auf 2 kleine wasserdichte Fahr­rad­ta­schen Ortlieb Frontroller am MZ-Kofferträger:

Foto & Video
- Canon G15 + Polfilter + 3 Satz Akkus
- Helmkamera + USB-Ladegerät

Hygiene
- 20g Seife in Oropax-Dose
- Minizahnpasta
- Zahnbürste
- Deo
- Rasierer

Kleidung/Textilien
- Boxershort 2
- Strümpfe Paar 2
- Merinoshirt 2
- leichte Funktionshose
- Funktionshandtuch klein
- Seideninlet (für Hüttenübernachtung)
- Faltrucksack Meru "Light Pack"
Medikamente
- Nasenspray
- Paracetamol
- Reisetabletten (Fähre)
- 3x Aspirin Komplex

Navigation
- Garmin 60 CSX
- 3x Energizer Lithium Ultimate AA
- Landkarte

Sonstiges
- Benzinkocher + 0,3L Flasche
- Streichhölzer + Benzinfeuerzeug
- 6x Chemoheizpads
- 8x Papier-Taschentücher
- 1L Glühwein (Pflicht bei Fjordrally)
- 0,7L Ikea-Flasche Stroh 80

Werkzeug / Reparatur
- Knipex Zangenschlüssel 180
- 3x Inbus-Schlüssel
- Leatherman Multitool
- 3x Montierhebel
- Flickzeug
- 1x Ventil
- Kabelbinder
- Mini-Kettenspray
- Luftpumpe SKS Revo Alu
- 2x Spanngurt lang, 4x Spanngurt kurz
- Stirnlampe

Bescherung

Ein Krombacher auf Reisen

Gelobt sei, wer gute Kumpels hat... oder: Mit sol­chen Freunden brauchst Du keine Fein­de...

Letzter Abend in Gemeinschaft. Proband R ist kurzerhand mit nach Gol gekommen und näch­tigt in unsrer Hütte. Die Nachbar-Cabins sind bewohnt von weiteren le­bens­be­ja­hen­den, leicht an­ge­schos­se­nen Kollegen.

Was liegt näher, als zusammenzurücken, noch­mal richtig die Tassen kreisen zu lassen, das Blaue vom Himmel zu lügen und ge­mein­sam einen herr­lichen letzten Abend im Dunste hoch­pro­zen­ti­ger Kucklöcher zu ver­brin­gen?

Irgendwann ist es späte Nacht. Der letzte Pro­bant befindet sich auf dem Heimweg und stolpert leicht trumbunken über eine 11er Kiste Krom­ba­cher.
Hossa! Ein Geistesblitz! Und schon kann man sich am schelmischen Schmunzeln des klei­nen Spaß­machers ergötzen, der dem Kol­le­gen R liebevoll die Lenkerstulpen mit dem gesamten Inhalt der Bierkiste dekoriert - da geht so einiges rein in die gefütterten Tüten. Da wird das Kind im Manne wach! Der Kollege Frühaufbrecher wird sich sicher freuen über einen so netten Morgengruß...

Tage später eine SMS. "habe letzte Flasche erst in Oslo am Hafen in Stulpe gefunden ;("

Es ist SOOO SCHÖN, wenn man gute Kum­pels hat...

Zu guter Letzt

Zahnlose Minna

Mitas XT-454 WinterFriction mit Zahnausfall
Wieder daheim. Das Hinterrad zum Schonen der noch guten Spikes ausgebaut.

Ich zerlege gerade meine Africa Twin, um auch deren Fahrwerk den güldenen Händen eines Bekannten zu übergeben, da fällt mein Blick kurz nach rechts, überfliegt den Raum, kommt zurück - und springt plötzlich von ah­nen­der Erkenntnis erfaßt wieder nach rechts.

Und da steht er. Ein noch immer absolut su­per aus­se­hen­der Mitas XT-454 Win­ter­Fric­tion mit ca. 300 Best-Grip-Spikes. Und mitten drin fehlt eine Stolle!

Ich kann's erst gar nicht fassen! Runter bis auf die Karkasse! Verdammich! Den Reifen woll­te ich beim nächsten Mal 1:1 wieder ein­set­zen. Und jetzt hat der Lumpenhahn nen Zahn verloren?!?

Ärgerlich. Nichtsdestotrotz: Der Mitas ist ein absoluter Top-Reifen. Nur muß ich jetzt 300 Spikes ausschrauben...

Fjordrally 2016 - Fazit

Was hängen bleibt

Fjordrally 2016 - es muß nicht immer un­be­dingt das Jostedal - erreichbar zwangsläufig nur mit einigen zig Kilometern Asphalt - sein. Aber alte Bekannte wiederzutreffen und mit all den durch­ge­knall­ten Typen Spaß zu ha­ben - unbezahlbar.

Es war wieder ein grandioser Spaß. Mit dem Mo­torrad im Winter nach Norwegen - immer wieder der Hammer.

Das Gepäck wird immer schmaler. Man selbst immer routinierter. Die Technik besser. Nur an der Motorleistung muß jetzt noch gedreht werden.

Wie lautet doch der Spruch des zufriedenen Gastes im Restaurant? "Ich komme wieder!" Genauso wird's gemacht!

Ich freu mich schon auf das nächste Mal, wenn spike­be­wehrte Reifen über skan­di­na­vischen Win­ter­bo­den rol­len dürfen...
Motorrad im Schnee im Jostedal / Norwegen
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